Herzfrequenz · Nordisches I1–I5-Verbandsmodell

Langlauf- & Biathlon-Herzfrequenzzonen (I1–I5)

Skilanglauf und Biathlon nutzen die norwegische/FIS-Skala I1–I5: I1 ist 60–72 % der maximalen Herzfrequenz (<2 mmol/L Laktat), I2 72–82 % (~2), I3 82–87 % (2,5–4), I4 87–92 % (4–6) und I5 92–100 % (>6). Bei 190 bpm Maximum liegt I1 bei 114–137 bpm und I3 bei 156–165 bpm.

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Maximale Herzfrequenz

190bpm

ZoneBereichWas es trainiert
I1

I1, Leicht

114–137 bpm

I2

I2, Gleichmäßig

137–156 bpm

I3

I3, Schwelle

156–165 bpm

I4

I4, VO₂max

165–175 bpm

I5

I5, Anaerob

175–190 bpm

I1 · I1, Leicht. Aerobe Basis (<2 mmol/L Laktat). Der weitaus größte Teil des nordischen Umfangs. RPE 2–3, leicht, Nasenatmung.

I2 · I2, Gleichmäßig. Obere aerobe Ausdauer (~2 mmol/L). RPE 4–5, gleichmäßig.

I3 · I3, Schwelle. Laktatschwelle (2,5–4 mmol/L). RPE 6–7, angenehm hart.

I4 · I4, VO₂max. Maximale aerobe Leistung (4–6 mmol/L). RPE 8–9, harte Intervalle.

I5 · I5, Anaerob. Anaerob / Schnelligkeit (>6 mmol/L). RPE 9–10, maximal.

  • Das norwegische/FIS-Modell I1–I5 ist der Standard im Skilanglauf, Biathlon und in der Nordischen Kombination. Es kombiniert Herzfrequenz-Bänder mit Laktat-Orientierungspunkten (I1 <2 mmol/L bis I5 >6 mmol/L).
  • Nordische Programme sind stark polarisiert: enorme Umfänge im leichten I1–I2, mit konzentrierten I3–I5-Einheiten. Biathletinnen und Biathleten haben zusätzlich die Herausforderung, die Herzfrequenz am Schießstand schnell zu senken.

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Die I1–I5-Verbandsskala

Die I-Skala des norwegischen Olympiaverbands paart Herzfrequenzbänder mit Laktat-Wegmarken: I1 (60–72 % HRmax) unter 2 mmol/L, I2 (72–82 %) um 2, I3 (82–87 %) bei 2,5–4, I4 (87–92 %) bei 4–6 und I5 (92–100 %) über 6 mmol/L. I3 markiert den Schwellenübergang.

Warum nordisches Training polarisiert ist

Weltklasse-Nordisch-Programme loggen große Umfänge lockerer I1–I2-Arbeit und eine kleine Dosis harter I3–I5-Intervalle. Seilers Analysen verorten grob 80 % der Einheiten bei niedriger Intensität und 20 % hart. Lockerer Umfang baut die Basis bei geringer Ermüdung.

Die Biathlon-Schießanforderung

Biathleten kommen in I4–I5 am Schießstand an und müssen die Herzfrequenz innerhalb von Sekunden senken, um das Gewehr ruhig zu halten. Viele trainieren Anlauf-und-Schieß-Sequenzen, um zu lernen, wie schnell sie fällt.

Rechenbeispiel

Für einen Skiläufer oder Biathleten mit einer maximalen Herzfrequenz von 190 bpm:

I1, Locker (60–72 %)114–137 bpm
I2, Gleichmäßig (72–82 %)137–156 bpm
I3, Schwelle (82–87 %)156–165 bpm
I4, VO₂max (87–92 %)165–175 bpm
I5, Anaerob (92–100 %)175–190 bpm

Der Großteil der Wochenzeit liegt in I1–I2. I3–I5 ist für eine Handvoll harter Einheiten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die I1–I5-Trainingsskala?

Die I1–I5-Skala ist das Fünf-Zonen-Intensitätsmodell des norwegischen Olympiaverbands für Skilanglauf, Biathlon und Nordische Kombination. I1 (60–72 % HRmax) ist locker, I5 (92–100 %) anaerob, jedes Band mit einer Laktat-Wegmarke von unter 2 mmol/L bis über 6.

Warum trainieren nordische Skiläufer so viel lockeren Umfang?

Skilanglauf hat eine sehr hohe aerobe Anforderung, und diese Basis baut sich am effizientesten mit großen Umfängen I1–I2-Arbeit auf. Polarisierte Programme legen grob 80 % der Einheiten auf niedrige Intensität und 20 % hart.

Wie bilden sich I1–I5-Zonen auf Laktat ab?

I1 liegt unter 2 mmol/L, I2 um 2, I3 bei 2,5–4 mmol/L (der Schwellenübergang), I4 bei 4–6 und I5 über 6 mmol/L. Die Laktatverankerung hält die Zonen über Athleten hinweg vergleichbar.

Wie kontrollieren Biathleten die Herzfrequenz fürs Schießen?

Biathleten kommen in I4–I5 am Schießstand an und müssen die Herzfrequenz innerhalb von Sekunden senken, um das Gewehr ruhig zu halten. Sie trainieren Anlauf-und-Schieß-Sequenzen, um zu lernen, wie schnell sie fällt.

Ist I3 dasselbe wie meine Laktatschwelle?

Grob ja. I3 umspannt 82–87 % der maximalen Herzfrequenz und 2,5–4 mmol/L Laktat, wo das Laktat steil zu steigen beginnt. Bei 190 bpm Maximum sind das 156–165 bpm.

Quellen

  • Norwegian Olympic Federation (Olympiatoppen). The I1–I5 intensity-scale used across cross-country skiing, biathlon and nordic combined.
  • Seiler & Tønnessen (2009). “Intervals, thresholds, and long slow distance: the role of intensity and duration in endurance training.” Sportscience 13:32–53.

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