Herzfrequenz · der Anker für jede HF-Zone

Maximalpuls-Rechner

Deine maximale Herzfrequenz ist die höchste Schlagzahl deines Herzens bei maximaler Belastung. Altersformeln schätzen sie: Tanaka ergibt 208 − 0,7 × Alter, das klassische 220 − Alter liegt zu hoch. Mit 35 Jahren sind das 184 und 185 bpm, doch echte Werte schwanken um ±10–12 bpm, also teste sie.

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Empfohlene HRmax

184bpm

Tanaka (2001)

Durchschnitt aller 6 Modelle

183bpm

im Zweifel diesen Wert nutzen

Sechs publizierte Schätzformeln im direkten Vergleich (typischer Fehler ±10–12 bpm)

Fox / Haskell (1971)185 bpm
Tanaka (2001)Empfohlen184 bpm
Gellish (2007)183 bpm
Nes (2013)189 bpm
Gulati, Frauen (2010)175 bpm
Londeree & Moeschberger181 bpm
Durchschnitt aller sechs ModelleMittelwert der obigen Schätzer183 bpm
  • Wir empfehlen Tanaka (2001), weil die Formel aus einer Meta-Analyse von 18.712 Personen neu abgeleitet wurde und über alle Altersgruppen hinweg genauer ist als die alte Regel '220 minus Alter', die bei älteren Athletinnen und Athleten tendenziell zu hoch liegt.
  • Die per Formel geschätzte HRmax hat eine Standardabweichung von rund ±10–12 bpm, sodass sich zwei gleichaltrige Athleten um 20+ bpm unterscheiden können. Nutze sie nur als Ausgangspunkt.
  • Für mehr Genauigkeit absolviere einen maximalen Feldtest (z. B. eine harte Berg-Intervalleinheit oder einen betreuten Stufentest) und lies deine tatsächliche HRmax vom Gerät ab.

Ein PDF mit deinen personalisierten Ergebnissen, plus QR-Code, um sie jederzeit wieder zu öffnen.

Was die maximale Herzfrequenz ist und was nicht

Die maximale Herzfrequenz (HRmax) ist die höchste Schlagzahl pro Minute, die dein Herz bei maximaler Anstrengung erreicht. Sie ist weitgehend genetisch, sinkt langsam mit dem Alter und ist kein Fitnessmarker. Du kannst sie nicht hochtrainieren. Ein Fehler von 10 bpm verschiebt jede Zone um 5–10 bpm.

Warum wir sechs Formeln zeigen, nicht eine

220 − Alter (Fox & Haskell, 1971) wurde nie aus belastbaren Daten abgeleitet und überschätzt bei älteren Athleten. Tanaka et al. (2001) leiteten sie aus 18.712 Probanden neu ab: 208 − 0,7 × Alter, heute die meistzitierte. Gellish (207 − 0,7 × Alter), Nes (211 − 0,64 × Alter) und Londeree & Moeschberger (206,3 − 0,711 × Alter) verfeinern sie. Gulati (206 − 0,88 × Alter), aus 5.437 Frauen, sagt niedriger voraus.

Grenzen und wann du real testen solltest

Jede Altersformel hat eine Standardabweichung von etwa ±10–12 bpm, jeder Dritte liegt also mehr als 10 bpm daneben. Ein Feldtest schlägt jede Formel, und die HRmax sinkt nur 0,7 bpm pro Jahr, ein Test hält also Jahre. Betablocker senken die HRmax deutlich.

So testest du deine echte maximale Herzfrequenz

Ausgeruht, gesund, gründlich aufgewärmt. Das ist eine maximale Belastung. Brich ab, wenn du dich unwohl fühlst.

  1. 1

    Vollständig aufwärmen

    10–15 Minuten locker, dann ein paar ansteigende Steigerungen.

  2. 2

    Einen langen Anstieg finden

    Einer, für den du 2–3 Minuten hartes Klettern brauchst.

  3. 3

    Dreimal hart hochfahren

    Kontrolliert, Erholung bergab, jedes Mal härter.

  4. 4

    Den letzten Anstieg sprinten

    Die letzten 30 Sekunden alles raus. Der höchste Wert ist deine HRmax.

Rechenbeispiel

Ein 35-jähriger männlicher Athlet vergleicht die Formeln:

Fox / Haskell (220 − Alter)185 bpm
Tanaka (208 − 0,7·Alter)184 bpm
Nes (211 − 0,64·Alter)189 bpm
Spanne über alle sechs≈ 180–189 bpm

Eine Spanne von 9 bpm. Ein Berg-Intervall-Test löst sie auf.

Häufig gestellte Fragen

Ist 220 minus Alter genau?

220 − Alter ist nicht sehr genau. Die Formel wurde nie richtig validiert und überschätzt die maximale Herzfrequenz bei älteren Athleten. Tanakas 208 − 0,7 × Alter ist besser, doch jede Formel trägt ±10–12 bpm Fehler. Teste stattdessen.

Bedeutet eine höhere maximale Herzfrequenz, dass ich fitter bin?

Nein. Die maximale Herzfrequenz ist überwiegend genetisch und kein Fitnessmarker. Zwei gleich fitte Athleten desselben Alters können sich um 20 bpm unterscheiden. Fitness zeigt sich als niedrigerer Ruhepuls und mehr Tempo bei gleicher Herzfrequenz.

Warum ist die Formel für Frauen anders?

Die meisten Herzfrequenzformeln wurden überwiegend an Männern abgeleitet. Gulati et al. (2010) untersuchten 5.437 Frauen und fanden, dass 206 − 0,88 × Alter ihre maximale Herzfrequenz besser, und niedriger, vorhersagt als Unisex-Gleichungen.

Wie oft sollte ich meine maximale Herzfrequenz erneut testen?

Selten. Die maximale Herzfrequenz sinkt etwa 0,7 Schläge pro Minute und Jahr, ein Feldtest bleibt also Jahre gültig. Teste neu nach einer langen Pause, einem Höhenwechsel oder wenn die Herzfrequenzdaten nicht mehr zur Anstrengung passen.

Quellen

  • Tanaka, Monahan & Seals (2001). “Age-predicted maximal heart rate revisited.” J Am Coll Cardiol 37(1):153–156.
  • Gulati et al. (2010). “Heart rate response to exercise stress testing in asymptomatic women.” Circulation 122:130–137.
  • Fox & Haskell (1971). Origin of the 220 − age approximation.

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